Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts beschäftigte sich die Klasse 10b in den vergangenen Wochen mit dem Thema „Grenzen erkunden“. Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit existenziellen Fragen rund um Sterben und Sterbeprozesse auseinander. Um diesen Themen nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch zu begegnen, machten wir uns auf den Weg nach Bamberg und besuchten das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt.

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Dort erhielten wir eine ausführliche und einfühlsame Führung durch das Haus. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und offen ins Gespräch zu kommen. Schnell wurde deutlich, dass das Kinderhospiz kein trauriger Ort ist, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte.

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Vielmehr steht hier das Leben im Mittelpunkt. Das Haus ist ein bunter, freundlicher Ort mit vielfältigen Angeboten: Neben einem Musikraum für Musiktherapie gibt es einen Kunstraum, eine Werkstatt sowie einen Snoezelen-Raum mit bunten Lichtern und warmem Wasserbett – Räume, die Geborgenheit, Kreativität und Lebensfreude ermöglichen. Ein besonderes Highlight war, dass unsere Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden durften. In der Werkstatt gestalteten sie Sterne und versahen diese mit Begriffen, die für sie das Leben lebenswert machen.

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Aus diesen Sternen entsteht nun eine Girlande, die künftig die Werkstatt schmücken wird. So konnten die Jugendlichen nicht nur wertvolle Einblicke gewinnen, sondern auch selbst einen bleibenden Beitrag zu diesem besonderen Ort leisten.

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Mit vielen neuen Eindrücken und dem Bewusstsein, dass selbst an Orten, die sich mit den Grenzen des Lebens befassen, Hoffnung, Gemeinschaft und Lebensfreude im Mittelpunkt stehen, machten wir uns schließlich bereichert auf den Heimweg.

 Fotos + Text: StRefin Jade Mahler